Steuern dürfen nicht auf Vorrat erhoben werden

Ein tosender Aufschrei ging durch die Reihen der Linken, als der erfolgreiche Finanzdirektor Heinz Tännler vor einigen Wochen eine Steuersenkung vorschlug. Was die Linken dabei vergessen: Steuern dürfen prinzipiell nicht auf Vorrat erhoben werden.

Genau das macht aber der Kanton Zug momentan. Neben dem gewaltigen Überschuss von fast 180 Millionen im 2019 hortet er über eine Milliarde (!) auf der hohen Kante. Nun ist es Zeit, dem Bürger zurückzugeben, was eigentlich ihm gehört. Auch die aktuelle Krise steht dem nicht im Wege. Der Kanton Zug macht nämlich in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Franken Gewinn. So werden sowohl der Einfluss der Corona-Krise als auch die Steuersenkung immer noch zu einem positiven Resultat für den Kanton führen. Ich gebe den Linken recht: Die Steuersenkung darf nicht zu Kürzungen bei wichtigen Leistungen führen. Jedoch ist die Steuersenkung auf drei Jahre begrenzt. Somit wird die Bevölkerung während der kommenden Rezession mehr Geld haben, welches sie dann wieder in der lokalen Wirtschaft ausgibt und damit Arbeitsplätze sichert. Die langfristig wichtigen Leistungen des Staates werden jedoch nicht in Frage gestellt. So geht liberale Wirtschaftspolitik. Weiter so, lieber Regierungsrat!

Gian Brun, Präsident Jungfreisinnige Kanton Zug, Hünenberg See